Sie haben JavaScript deaktiviert
Bitte aktivieren Sie JavaScript in den Optionen Ihres Browsers und klicken Sie hier.
Achtung
Sie nutzen einen veralteten Browser, der von dieser Website möglicherweise nicht unterstütz wird. Wir empfehlen die Nutzung eines modernen Browsers.
Zooheld Blog

Rasen und Rasenflächen richtig anlegen | Zooheld Tipps

Eingetragen am 12.08.2016 20:06 in Garten und Rasen

rasenfläche

Erfolgsrezept zur richtigen Anlage einer Rasenfläche

Einige Hobbygärtner finden es lästig, andere gehen darin auf: der perfekte Rasen am Haus oder im eigenen Garten. Er soll aussehen wie der Rasen auf dem Golfplatz und möglichst wenig Arbeit machen. Aber geht das? Denn grundsätzlich ist es eigentlich gar nicht so schwer, einen perfekten Rasen zu haben. Wichtig sind 3 Dinge: Wässern, Düngen und regelmäßiges Mähen. Ob der Rasen denn am Ende perfekt aussieht, entscheidet sich aber viel früher, nämlich bei der Aussaat.

Schnäppchenrasen macht Ihnen viel Arbeit

Bei jedem Discounter gibt es mittlerweile Rasensaaten zu kaufen. Bei Aldi , Lidl und Co sind die vermeintlichen Schnäppchen im Angebot, entpuppen sich aber im späteren Gärtnerleben als Problem. Sehr oft sind diese Rasenmischungen aus günstigen, schnell wachsenden Sorten zusammengestellt. Bei preiswerten Mischungen wie Berliner Tiergarten kommt der Rasen zwar schnell ins Wachstum, aber dieses Wachstum behält er auch das ganze Leben. Die Folge sind hohe Aufwände beim Rasenmähen, um die Fläche kurz zu halten. Gute Rasenmischungen wie Kiepenkerl oder Loretta sind keine Schnäppchen, machen sich aber langfristig bezahlt. Das Blatt ist schmal, der Rasen wächst langsam in einer dichten Narbe und hat ein sattes Grün. Rasensamen sind eigentlich unempfindlich. Sie können Rasen im zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst sähen. Ab 4 Grad Celsius keimt die Saat, ab 10 Grad beginnt das Wachstum.

Der schnelle Weg zum Grün

rollrasen

Der schnellste Weg zu einem tollen Rasen ist natürlich der Rollrasen. Die Fläche kann nach wenigen Tagen voll belastet werden und die Fläche ist sofort grün. Allerdings sollten sie den Aufwand der Flächenvorbereitung nicht unterschätzen. Denn die Vorbereitung ist beim Rollrasen neben einer schnellen Bewässerung das entscheidende Kriterium. Fertigrasen darf nicht im Sonnenschein verlegt werden, die Gefahr einer sofortigen Austrocknung ist sehr hoch. Optimal sind trübe Tage nach einem Regenguss. Auch dann müssen fertig verlegte Teilflächen sofort gewässert werden, um eine Nährstoffaufnahme zu ermöglichen. Danach je nach Witterung täglich wässern und nach etwa 2 Monaten düngen.

Die optimalen Bedingungen für den Rasen

Damit sich der Rasen optimal entwickeln kann, muss regelmäßig gemäht werden. Die Häufigkeit der Mäh – Notwendigkeit hängt von den Bodenverhältnissen, der Düngemittel Zugabe und der Rasensorte ab. Die optimale Höhe für die meisten Mischungen sind 4cm. Ist der Rasen zu tief gemäht, wächst er schlecht und trocknet schnell aus. Für das Mähen verwenden die meisten Gärtner Sichelmäher. Die rotierenden Messer schlagen den Halm ab. Ist das Messer stumpf, franzt der Rasen aus. Je schneller die Messer drehen, je sauberer ist der Schnitt des Rasens. Sehr stark im Vorlauf sind Mäh – Roboter. Diese Rasenmäher sind vollautomatisch auf der Fläche unterwegs, mähen täglich und verursachen dadurch nur sehr wenig Schnittgut, welches direkt auf der Fläche liegenbleibt.

Zu viel Wässern schadet

rasendünger

Wenn der Rasen perfekt aussehen soll, muss regelmäßig gewässert werden. Je nach Wetterlage in der Woche bis zu 3x. Dennoch muss die Wassergabe dosiert erfolgen, denn zu viel Wasser in der Rasenfläche kann zu Krankheiten führen. Die Rasenkrankheiten „Schnee-schimmel“ und „Hexenringe“ sind die bekanntesten Krank-heiten für den Rasen. Ein guter Hinweis: ein alter Rasen kann sich nach einer Hitzeperiode schneller regenerieren, als ein junger Rasen. Die Wurzeln eines alten Rasens reichen bis zu 10cm in die Tiefe, dadurch ist er unempfindlicher gegenüber Trockenperioden. Einige Gärtner sagen: ich dünge meinen Rasen nicht, sonst wächst er zu schnell. Das ist im Grunde genommen eine richtige Aussage, aber man muss bedenken, dass bei einer Grasnarbe, die nicht so dicht ist, auch das Unkraut eine größere Chance hat. Also sollte ein Bewässern und ein Düngen dazu gehören, wenn der Rasen toll aussehen soll. Die erste Düngergabe sollte im Frühjahr erfolgen, nach 2-3 Monaten dann eine weitere und im Herbst eine dritte Düngemittelgabe mit speziellem Herbst-Dünger. Optimal ist der Einsatz von einem Depotdünger, er setzt die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum frei.

Dauerpflege durch Vertikultieren

Egal wie perfekt die Pflege aussieht, nach längerer Zeit bildet sich Rasenfilz, der das Wachstum der Gräser behindert. Das passiert durch Schnittgut, welches liegengeblieben ist und durch Unkräuter. Jetzt muss vertikultiert werden, um wieder einen tollen Rasen zu haben. Im übrigen gibt es natürlich von den führenden Rasensaatenanbietern spezielle Rasensamen, die sich besonders für Mähroboter eignen. Das kann man von April bis September tun. Dazu gibt es elektrische und benzingetriebene Vertikultierer, die eingesetzt werden können. Wichtig: die Grasnarbe sollte nur 2-3mm eingeritzt werden, da sonst das Wurzelwerk beschädigt wird. Vor dem vertikultieren wird der Rasen sehr tief geschnitten, dass die Messer besser an den Filz kommen. Dann wird in Querbahnen und Längstbahnen vertikultiert. Auf die Kahlen Stellen kommt dann eine neue Aussaat, der Rasenfilz wird aufgefangen oder abgeharkt.